Willkommen

Der Kleiderladen Waldkirch e. V. wurde im März 2015 von Bürger*innen gegründet. Wir versorgen Menschen mit niedrigem Einkommen mit Kleidung und anderen Textilien, ähnlich wie es der Tafelladen mit Lebensmitteln tut. Unsere Kundschaft sind Menschen in finanzieller Notlage, mit kleiner Rente oder Minijob, Hartz IV-Empfänger*innen und Geflüchtete. Der Kleiderladen wird ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen getragen und organisiert. Die Stadt unterstützt das soziale Projekt durch einen Mietzuschuss.

Ereignisreiches Jahr des Kleiderladens Waldkirch e. V. – Freude über die neuen Räume in der Lange Straße 97

Bei der Jahreshauptversammlung des Kleiderladens Waldkirch e. V. blickten die Mitglieder auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Für den Vorstand fasste Jutta Beckmann die Aktivitäten und Ergebnisse zusammen: Rund 25 Ehrenamtliche arbeiten im Betrieb und in der Organisation des Ladens aktiv mit. Noch einmal so viele unterstützen den Kleiderladen als Fördermitglieder. Dazu kommen weitere Personen, die bei aktuellen Anlässen zuverlässig zur Stelle sind. Für drei Flüchtlinge hat der Kleiderladen gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten geschaffen. Viel Arbeit brachte der Umzug des Ladens mit sich: Langwierige Suche nach einem geeigneten Raum, Verhandlungen mit Vermietern, mit Stadt, Gemeinderat und Oberbürgermeister, mit Behörden und Handwerkern. Überall gab es gute Unterstützung für das Projekt. Und für den Kraftakt des Umzugs standen genügend Helfer und die Wabe zur Verfügung. Der Vorstand bedankte sich bei allen an dieser großen Aktion Beteiligten und ganz besonders bei der Stadt für die Unterstützung.

Der anschließende Bericht der Kassiererin Hildegard Leister ergab, dass der Verein durch Mitgliedsbeiträge, Eigenarbeit und Spenden über eine solide finanzielle Basis verfügt. Die beiden Kassenprüferinnen Susi Herterich-Wisser und Claire Hirtler bescheinigten der Kassiererin eine einwandfreie, sorgfältige Arbeit; so konnten sie und der gesamte Vorstand einstimmig entlastet werden.

Die nach zwei Jahren anstehende Neuwahl des Vorstands konnte zügig durchgeführt werden: Claudia Sapel, Ursula Hilpert und Jutta Beckmann sind weiter Vorsitzende des Vereins, Hildegard Leister bleibt Kassiererin, Anne Ladwig übernimmt die Schriftführung. Beisitzerinnen und Beisitzer sind Anita Beck-Friedrich, Gudrun Kühn, Marco Rosenthal, Gerlinde Sharawi, Ingrid Stratz, Sonja Walser, Daphne Norwood und Martina Wisser. Die Kassenprüfung übernehmen Claire Hirtler und Josef Reich.

Zu den Plänen für das laufende Jahr zählen neben den häufigen Teambesprechungen und einem Sommerhock für die Mitarbeiter auch ein Kaffee-Kuchenstand auf dem Markt und die Teilnahme am zweiten „Zukunftsmarkt“ im September. Bei diesen Gelegenheiten wird um bestimmte Spenden geworben: Bedarf ist zur Zeit besonders an Handtaschen, Koffern, Reisetaschen und Rucksäcken, an sportlichen Männerschuhen, leichten Jacken, Badekleidung, an Bettwäsche, Gardinen und Handtüchern, und auch an Regenschirmen und Sommerkappen. Kinderkleidung ab Größe 116 nimmt der Kleiderladen gern an, Babykleidung der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) am Marktplatz. Spender von Wintersachen werden gebeten, diese erst wieder im September zu bringen, da der Lagerraum begrenzt ist. Mitglieder des Kleiderladens nehmen zur Zeit Kontakt auf mit ähnlichen Waldkircher Vereinen und Organisationen, um den Laden bei möglichst allen Menschen mit wenig Geld bekannt zu machen.

Aufführung des Dokumentarfilms „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“

Als das Teil des Bündnisses „halt!zusammen – Waldkirch für Mitmenschlichkeit und Toleranz“ möchten wir bekanntgeben, dass am Donnerstag, den 6. April, um 19:30 Uhr im Katholischen Pfarramt St. Margarethen (Kirchplatz 9) in Waldkirch der Dokumentarfilm „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“ aufgeführt wird.

Hochbrisant

Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Neonazis toben, die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als der Journalist Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi-Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender wagt. Neun Jahre später hat er fünfzig Undercover-Drehs hinter sich, auch jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick…“. Hochbrisant und einzigartig ist das Material, das er unter extremem persönlichem Risiko zusammengetragen hat. Es dokumentiert hautnah, wie junge Leute mit Rechtsrock geködert und radikalisiert werden.

Gemeinsam mit dem Filmemacher Peter Ohlendorf reist er noch einmal zurück an Orte, an denen er undercover gedreht hat. Im Fokus steht dabei die Frage, die er auch auf der politischen Ebene zu klären versucht: Wie ist es möglich, dass auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden kann?

Hochaktuell

Rund 15 Jahre hat Thomas Kuban in der Neonaziszene recherchiert. Knapp neun Jahre davon hat er mit versteckter Kamera gearbeitet und dabei erschreckende Eindrücke gesammelt, die viel zu lange kaum beachtet worden sind. Bis heute ist der Film nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen gewesen, sondern nur bei Vorführungen von FilmFaktum in Kooperation mit Veranstaltern aus Zivilgesellschaft, Politik, Gewerkschaften, Kirche und Sport. Auch fünf Jahre nach der Premiere auf der Berlinale 2012 hat der Film nichts an seiner Aktualität eingebüßt.

Im Anschluss an die Aufführung wird es außerdem eine Diskussionsrunde mit dem Regisseur Peter Ohlendorf geben.

Der Eintritt ist frei.

Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn weitere Menschen diese Veranstaltung bewerben würden. Hierzu kann das folgende Material genutzt werden:

  • Flyer (DIN A5) – PDF (5 MB)
  • Plakat (DIN A3) – PDF (18,4 MB)

Nächstes Treffen des „Netzwerks Flüchtlinge“ am 4. April

Am Dienstag, 4. April, um 18:00 Uhr trifft sich das „Netzwerk Flüchtlinge im katholischen Gemeindezentrum St. Margarethen (Kirchplatz 7) in Waldkirch im kleinen Saal. Der Raum ist barrierefrei.

Tagesordnung:

  • Rückmeldung zum Protokoll
  • Gegenseitige Information und Austausch
  • Missio-Truck in Waldkirch
  • Interkulturelle Wochen in Waldkirch
  • Standards in der Anschlussunterbringung
  • Sonstiges