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Seenotrettung im Mittelmeer – Waldkirch kann einen Beitrag leisten

Die Veranstaltung des Waldkircher Bündnisses „halt!zusammen“ zum Thema „Seenotrettung im Mittelmeer“ hatte ein klares Ergebnis: Man will dem Sterben von Schiffbrüchigen im Mittelmeer nicht länger tatenlos zusehen. Nachdem sich wie in vielen Städten auch in Waldkirch zahlreiche Bürger mit großem Einsatz um die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen gekümmert haben, ist es nur folgerichtig, dass sie sich auch weiter, gemeinsam mit der Stadt engagieren wollen. Geplant ist zunächst eine Resolution an die politisch Verantwortlichen in Land, Bund und EU; diese sollen sich verstärkt für die Bekämpfung von Fluchtursachen und für die Rettung von Menschen in Seenot sorgen und endlich die Verteilung und Aufnahme der geretteten Flüchtlinge ordnen. Mit diesem Appell ist die Bereitschaftserklärung der Stadt verbunden, über die zugewiesenen Flüchtlinge hinaus einige der im Mittelmeer Geretteten aufzunehmen. Schon mehr als 80 Städte sind auf diesem Weg und haben sich zum Bündnis „Städte sicherer Häfen“ zusammengeschlossen. Wenn auch ein Erfolg nicht garantiert werden kann, will man den Versuch unternehmen. Außer der konkreten Erklärung, einige der geretteten Flüchtlinge aufzunehmen, erhöht sich so der Druck auf die Politik in Land, Bund und EU, die Verweigerungshaltung aufzugeben und Lösungen zu finden.

Am Montag, 2. September, um 19 Uhr lädt das Waldkircher Bündnis „halt!zusammen“ zum Treffen ein im Gemeindesaal der evangelischen Kirche, Freiburger Straße 1. Hauptthema ist eine Resolution für den Gemeinderat. Gemeinsam soll der Text formuliert und das weitere Vorgehen besprochen werden.

Seenotrettung im Mittelmeer – Das geht auch uns an. Was können wir vor Ort tun?

Das Waldkircher Bündnis „halt!zusammen“ lädt zu einer Veranstaltung ein zum Thema „Seenotrettung im Mittelmeer“, mit dem Ziel, Wege zu finden, von Waldkirch aus zu helfen.

Bild des Flyers zur Veranstaltung „Seenotrettung im Mittelmeer“
Flyer zur Veranstaltung „Seenotrettung im Mittelmeer“ (PDF, 133 KB).

Im ersten Teil geht es zusammen mit Ursula Wölker vom Kirchengemeinderat Waldkirch um die Resolution des Evangelischen Kirchentags „Schicken wir ein Schiff“. Dazu plant die Evangelische Kirche Deutschland ein breites Bündnis, das Unterstützung braucht.

Referent für den anschließenden Teil ist Ulrich von Kirchbach, Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg und Dezernatsleiter Soziales, Kultur, Integration, Senioren. Er berichtet von dem Freiburger Beschluss, dem Bündnis „Sichere Häfen“ beizutreten, einem Zusammenschluss von Städten, die sich bereit erklären, über die zugewiesene Anzahl hinaus Flüchtlinge aufzunehmen.

Diese beiden Ansätze können auch für Waldkirch Möglichkeiten aufzeigen, dem Sterben im Mittelmeer nicht länger tatenlos zuzusehen sondern Hilfe anzubieten.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 6. August, um 19 Uhr im Gemeinderaum der evangelischen Kirche Waldkirch, Freiburger Straße 1, statt. Der Raum ist barrierefrei. Der Eintritt ist frei.

Zwei freie Plätze im Kleiderladen-Team

Seit mehr als drei Jahren gibt es in Waldkirch, Lange Straße 97, den Kleiderladen für Menschen mit wenig Geld. Die Bevölkerung spendet Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher und ähnliche, nicht mehr gebrauchte, aber gut erhaltene Dinge. Ein Team von ehrenamtlichen Helfer*innen organisiert den Laden im Schichtbetrieb. Das Projekt ist immer noch nötig und es läuft gut. Nun sind aktuell an zwei Öffnungstagen Lücken entstanden, durch berufliche Veränderung, durch Krankheit, wegen Betreuung von Enkeln oder Pflege in der Familie. Sicher gibt es in Waldkirch und Umgebung Frauen oder Männer, die gern im Kleiderladen mithelfen wollen. Konkret geht es um den wöchentlichen Einsatz entweder am Mittwoch von 10 bis 13 Uhr oder am Freitag von 13 bis 16 Uhr. Die Schicht am Donnerstag von 14 bis 17 Uhr ist gut versorgt. Außerdem ist es auch möglich, als „Springer*in“ hin und wieder eine der regelmäßigen Kräfte zu vertreten. Wer sich für die schöne und sinnvolle Aufgabe in einem netten Team interessiert, kann sich gern im Kleiderladen informieren und auch erst einmal „schnuppern“. Derzeit hat der Kleiderladen auf Herbst- und Wintersachen umgestellt. Zwischen Weihnachten und Dreikönig ist Betriebsruhe.

Informationen auch per Telefon unter 0151-227 23456.

Appell an Gesellschaft und Politik am Welttag „Zur Beseitigung der Armut“

In der sozialen Stadt Waldkirch sind viele Menschen bereit, akute Not zu lindern, mit ehrenamtlicher Arbeit, mit Sachspenden, mit finanziellen Mitteln. Der Tafelladen, der Kleiderladen und die Computertruhe gehören dazu. Bei einem gemeinsamen Infostand auf dem Waldkircher Markt gaben sie Auskunft über ihre Arbeit und über die verschiedenen Möglichkeiten, diese drei gemeinnützigen Einrichtungen zu unterstützen: Der einfachste Weg ist, Lebensmittel, nicht mehr gebrauchte Kleidung oder Computer und Zubehör abzugeben. Dadurch werden auch die Spender entlastet und haben das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Eine weitere, wichtige Weise der Mithilfe ist es, wenn Menschen einige Stunden pro Woche praktisch mitarbeiten. Sowohl in der Tafel als auch im Kleiderladen werden immer wieder neue Kräfte gebraucht, weil Mitarbeiter aus beruflichen oder familiären Gründen ausscheiden.

Die praktische Hilfeleistung für bedürftige Menschen ist eine wichtige Aufgabe; aber Tafelladen, Kleiderladen und Computertruhe sehen sich auch als Mahner und Kritiker der Misere. Denn eigentlich ist es eine Schande, dass in Deutschland so viele Menschen in Armut leben müssen, dass Kinder in finanzieller Not aufwachsen, dass alte Menschen ihre Minirente aufstocken müssen. Die ehrenamtlichen Helfer arbeiten auch darauf hin, dass Einrichtungen wie Kleiderladen oder Tafelladen für ein ganz normales Leben nicht mehr gebraucht werden. Dann könnten sich diese vielen Mitarbeiter wieder der Hilfe in Familie und Nachbarschaft widmen. Der Internationale Tag“ Zur Beseitigung der Armut“ ist aktueller Anlass, an die Verantwortung von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu appellieren.

Mitglieder des Kleiderladens, der Tafel und der Computertruhe an ihren Infoständen.

Welttag „Beseitigung der Armut“ – Gemeinsame Aktion von Tafelladen, Kleiderladen und Computertruhe

Der 17. Oktober gilt als „Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut“. Globale Verpflichtung, diesen drängenden Auftrag zu erfüllen, haben Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Lokal tragen Hilfsorganisationen dazu bei, Armut zu lindern. Der Tafelladen, der Kleiderladen und die Computertruhe arbeiten nach sehr ähnlichen Konzepten: Ehrenamtlich engagierte Menschen sammeln Spenden aus der Bevölkerung, bereiten sie auf und geben sie an Bedürftige weiter, Lebensmittel, Kleidung, Computer. Dabei werden sie auf vielfältige Weise unterstützt, personell, materiell und finanziell. Die drei gemeinnützigen Vereine wollen mit einem gemeinsamen Auftritt auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, Armut zu beseitigen und ein menschenwürdiges Auskommen für alle zu schaffen. Am Infostand auf dem Waldkircher Wochenmarkt am Samstag, 20. Oktober, erhalten alle Interessierten Auskunft darüber, wie die drei Hilfseinrichtungen arbeiten, wer sie nutzen darf und wie man sie unterstützen kann.