Archiv für den Monat: Januar 2016

Schulklasse aus Wildtal bringt Kleiderspenden

Mit einem netten Brief kündigte sich die 7. Klasse der Friedrich-Fröbel-Schule in Gundelfingen-Wildtal an. Sie wollten ihre Kleiderspenden persönlich in den Kleiderladen bringen. Zusammen mit ihren Lehrern Frau Schnetker und Herr Joeris kamen sie nach Waldkirch. In einem Unterrichtsprojekt hatten sich die Jugendlichen intensiv mit dem Thema Flüchtlinge beschäftigt und viele Bereiche erkundet. Dabei stießen sie auf den Kleiderladen und organisierten eine Sammelaktion. Nun übergaben sie die gefüllten Säcke und Kartons an Mitarbeiter*innen des Kleiderladens und ließen sich aufmerksam die Einrichtung erklären. Emine und Denis berichteten von ihrem Flüchtlingsprojekt. Die Schüler waren besonders davon beeindruckt, dass im Kleiderladen auch Flüchtlinge ehrenamtlich mithelfen.

Dank einer von den Schüler*innen der 7. Klasse der Friedrich-Fröbel-Schule durchgeführten Sammelaktion erhielt der Kleiderladen neue Spenden.

Dank einer von den Schüler*innen der 7. Klasse der Friedrich-Fröbel-Schule durchgeführten Sammelaktion erhielt der Kleiderladen neue Spenden.

Spenden bitte erst wieder nach Aschermittwoch

Auch über Fastnacht ist der Kleiderladen Waldkirch für seine Kunden geöffnet. Allerdings können Spenden erst wieder nach Aschermittwoch, also ab 11. Februar, entgegen genommen werden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen müssen die vielen eingegangenen Kleiderspenden erst mal sichten, sortieren und einräumen. Der Platz im Laden und im Lager ist
begrenzt. Danach sind wieder Wintersachen, Herrenschuhe, Regenschirme, Cityrucksäcke und Taschen für Männer willkommen.

Besuch der „Piratenpartei“ im Kleiderladen

Nicht mit leeren Händen kam die Landtagskandidatin Julia Fiedler, als sie zusammen mit ihrer jungen Familie den Kleiderladen Waldkirch besuchte; sie brachte Kleiderspenden mit und wurde gleich Mitglied im Verein Kleiderladen, ihr Mann Clemens ebenso.

Von Gudrun Kühn, Jutta Beckmann und Regina Hermle ließen sie sich die Organisation der sozialen Einrichtung erklären und waren beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement der vielen Helfer*innen, das dieses Projekt trägt. Obwohl noch kein Jahr alt, sei der Kleiderladen aus Waldkirch nicht mehr wegzudenken. Hier passe alles zusammen: Die Bereitschaft des Teams, der Bedarf der Kundschaft, die Spendenwilligkeit der Bevölkerung und die Unterstützung durch die Stadt.

Die Piraten setzen sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein; aber bis es so weit ist, sind Einrichtungen wie der Kleiderladen oder die Tafel nötig, um die Existenz der armen Bevölkerung zu sichern. Die Piraten engagieren sich wie der Kleiderladen im Netzwerk Flüchtlinge Waldkirch und mit ihrem Projekt „Computertruhe“ für Neuankömmlinge im Landkreis Emmendingen.

Alexander Kauz informiert sich im Kleiderladen Waldkirch

Der Landtagskandidat der Partei Die Linke, Alexander Kauz, besuchte den Kleiderladen für bedürftige Menschen in der Lange Straße in Waldkirch. Dabei zeigte er sich beeindruckt von dem Engagement der 25 ehrenamtlich Aktiven. Die Linke greife die Problematik der Armut in einem reichen Bundesland auf, so Kauz. Eigentlich sei es eine Schande, dass in einer so reichen Gesellschaft Armut überhaupt vorhanden sei. Die Politik der letzten 20 Jahre habe dazu geführt, dass Armut sogar noch weiter zunimmt.

Umso wichtiger sei deshalb, dass es Menschen gebe, welche die Notlage erkannt haben und den Bedürftigen ganz praktisch helfen. Hartz-IV Empfängern, armen Familien, alleinerziehenden Frauen, Menschen mit Minirente und Flüchtlingen könne auf diese Weise die Bewältigung ihres Alltages wenigstens etwas erleichtert werden. Soziale Einrichtungen wie Kleiderladen oder Tafelladen seien leider unentbehrlich geworden. Um die Einrichtung zu unterstützen, wurde Kauz spontan Mitglied im Verein des Kleiderladens.

Der Landtagskandidat Alexander Kauz brachte zum Ausdruck, dass, solange Armut existiert, die Linken ihren Finger in die Wunde legen und nicht ruhen, bis diese reiche Gesellschaft zu einem solidarischen Zusammenleben zurückfindet. „Armut“ müsse zu einem Fremdwort werden. Kauz ist davon überzeugt, dass dies gelingen kann, wenn Menschen zusammenstehen und sich wie die Helferinnen im Kleiderladen für bedürftige Menschen engagieren. Er ließ sich den Kleiderladen von den Mitarbeiterinnen Ingrid Stratz, Jutta Beckmann und Claudia Sapel genau zeigen und dankte ihnen und dem ganzen Team für ihr solidarisches Handeln.

Von links nach rechts: Claudia Sapel, Alexander Kauz, Ingrid Stratz

Von links nach rechts: Claudia Sapel, Alexander Kauz, Ingrid Stratz