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Ereignisreiches Jahr des Kleiderladens Waldkirch e. V. – Freude über die neuen Räume in der Lange Straße 97

Bei der Jahreshauptversammlung des Kleiderladens Waldkirch e. V. blickten die Mitglieder auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Für den Vorstand fasste Jutta Beckmann die Aktivitäten und Ergebnisse zusammen: Rund 25 Ehrenamtliche arbeiten im Betrieb und in der Organisation des Ladens aktiv mit. Noch einmal so viele unterstützen den Kleiderladen als Fördermitglieder. Dazu kommen weitere Personen, die bei aktuellen Anlässen zuverlässig zur Stelle sind. Für drei Flüchtlinge hat der Kleiderladen gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten geschaffen. Viel Arbeit brachte der Umzug des Ladens mit sich: Langwierige Suche nach einem geeigneten Raum, Verhandlungen mit Vermietern, mit Stadt, Gemeinderat und Oberbürgermeister, mit Behörden und Handwerkern. Überall gab es gute Unterstützung für das Projekt. Und für den Kraftakt des Umzugs standen genügend Helfer und die Wabe zur Verfügung. Der Vorstand bedankte sich bei allen an dieser großen Aktion Beteiligten und ganz besonders bei der Stadt für die Unterstützung.

Der anschließende Bericht der Kassiererin Hildegard Leister ergab, dass der Verein durch Mitgliedsbeiträge, Eigenarbeit und Spenden über eine solide finanzielle Basis verfügt. Die beiden Kassenprüferinnen Susi Herterich-Wisser und Claire Hirtler bescheinigten der Kassiererin eine einwandfreie, sorgfältige Arbeit; so konnten sie und der gesamte Vorstand einstimmig entlastet werden.

Die nach zwei Jahren anstehende Neuwahl des Vorstands konnte zügig durchgeführt werden: Claudia Sapel, Ursula Hilpert und Jutta Beckmann sind weiter Vorsitzende des Vereins, Hildegard Leister bleibt Kassiererin, Anne Ladwig übernimmt die Schriftführung. Beisitzerinnen und Beisitzer sind Anita Beck-Friedrich, Gudrun Kühn, Marco Rosenthal, Gerlinde Sharawi, Ingrid Stratz, Sonja Walser, Daphne Norwood und Martina Wisser. Die Kassenprüfung übernehmen Claire Hirtler und Josef Reich.

Zu den Plänen für das laufende Jahr zählen neben den häufigen Teambesprechungen und einem Sommerhock für die Mitarbeiter auch ein Kaffee-Kuchenstand auf dem Markt und die Teilnahme am zweiten „Zukunftsmarkt“ im September. Bei diesen Gelegenheiten wird um bestimmte Spenden geworben: Bedarf ist zur Zeit besonders an Handtaschen, Koffern, Reisetaschen und Rucksäcken, an sportlichen Männerschuhen, leichten Jacken, Badekleidung, an Bettwäsche, Gardinen und Handtüchern, und auch an Regenschirmen und Sommerkappen. Kinderkleidung ab Größe 116 nimmt der Kleiderladen gern an, Babykleidung der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) am Marktplatz. Spender von Wintersachen werden gebeten, diese erst wieder im September zu bringen, da der Lagerraum begrenzt ist. Mitglieder des Kleiderladens nehmen zur Zeit Kontakt auf mit ähnlichen Waldkircher Vereinen und Organisationen, um den Laden bei möglichst allen Menschen mit wenig Geld bekannt zu machen.

Einweihung der neuen Räume des Kleiderladens

Nachdem der Kleiderladen Waldkirch e. V. von der Nummer 94 in die Nummer 97 der Lange Straße umgezogen ist und die Einrichtungsarbeiten bis auf Kleinigkeiten abgeschlossen sind, wurden die neuen Räume mit einer kleinen Feier eingeweiht. Der Einladung folgten Mitglieder und Helferinnen, Spender und Weggefährten, Gemeinderäte und die Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle und Alexander Schoch. Die Gäste waren beeindruckt von den freundlichen Räumen, von der übersichtlichen Einrichtung, dem Ergebnis guter Ideen und vieler fleißiger Hände. Der alte Laden war praktisch, der neue Laden ist außerdem noch schön. Musikalisch sorgte Ursula Disch mit ihrem Akkordeon für eine angenehme Stimmung.

Gute Wünsche der Stadt überbrachte Klaus Detel, Stellvertreter des Oberbürgermeisters; er unterstrich die soziale Bedeutung des Kleiderladens und dankte dem Verein und den Helferinnen für ihr ehrenamtliches Engagement. Der Kleiderladen ist Mitglied im Netzwerk Flüchtlinge und hat enge Verbindungen zu anderen sozialen Einrichtungen in Waldkirch, zum Beispiel mit dem Tafelladen. Dieser versorgt Menschen mit wenig Geld mit gespendeten Lebensmitteln, so Friedhelm Wölker; im Kleiderladen erhalten dieselben Kunden Kleidung und Haustextilien für einen geringen Betrag. Neben Kleidung und Nahrung gehört Wohnen zu den Grundbedürfnissen. Darauf ging Frank Dehring, Geschäftsführer der Wabe, ein und nannte das Möbellager in der Mauermattenstraße und das Second-Hand-Kaufhaus „Hin und Weg“ in der Lange Straße. Ein weiterer Kooperation gibt es mit dem Babykleiderlager des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) am Marktplatz; Anita Beck-Friedrich stellte diese Hilfe vor. Sie sorgt auch für den Austausch mit dem Kleiderladen: Beim SkF gibt es Babysachen bis Größe 104, im Kleiderladen ab Größe 116. Weitere Partner sind die „Computertruhe“, der Bruckwald und die Rumänienhilfe von Elisabeth Pfaff.

Jutta Beckmann, die gemeinsam mit Ursula Hilpert und Claudia Sapel den Kleiderladen-Verein vertritt, nannte in ihrem Beitrag eine weitere Besonderheit: Von Beginn an arbeiten Flüchtlinge ehrenamtlich mit, die noch keine Arbeitsstelle gefunden haben. Sie unterstützen das Ladenteam bei allen anfallenden Tätigkeiten, dolmetschen und verbessern in der Praxis ihre Deutschkenntnisse. Zur Zeit sind es ein junges Ehepaar aus Syrien und ein Familienvater aus dem Libanon, vorher Flüchtlinge aus Nigeria und Mazedonien. Für alle Beteiligten ein Gewinn.

Der Kleiderladen finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, durch Spenden und durch die kleinen Beträgen der Kunden. Den entscheidenden Beitrag leistet die Stadt mit einem ansehnlichen Mietzuschuss, den der Gemeinderat beschlossen hat. Für diese verantwortungsvolle Entscheidung bedankten sich die Vorsitzenden im Namen des Vereins und der Kunden. Sie warben um die weitere Unterstützung des gemeinnützigen Projektes, sei es ideell, personell, finanziell oder materiell, und sie wiesen auf die derzeitige Sammlung hin: Geld für den Zukauf von Männerschuhen, die bei den üblichen Spenden Mangelware sind.